Jungle of Art I
Zwischen Ursprung und Verdichtung
Eingebettet. Sie schwamm in diesem Pool mitten in der Wildnis. Den Blick nach vorne. Sie tauchte ab. FĂ¼r sich. Um zu erforschen. Tauchte auf. Um zu erkennen. Immer wieder. Ganz neu. FĂ¼r sich. Allein hier im Becken. Sie schaute sich um. Konnte nur erahnen. Die Natur an sich.
Es waren diese Stufen direkt vor ihr.
Sie wagte. Es waren doch nur diese paar Stufen. Schritt fĂ¼r Schritt. Zeit, die es brauchte. Sie stand nun auf dieser Form so platt. Vor ihr die Ferne. Endlich konnte sie sie sehen. Die Weite der Natur. Mittendrin. Zu spĂ¼ren. Den Wildwuchs. Jedes Detail. Zu spĂ¼ren. In die Unendlichkeit hinein.
Sie schloss die Augen. Konnte sie spĂ¼ren. Die Sonne im Gesicht. Einer dieser Tage? Sie rannte los. Rannte hinein in diesen Dschungel so grĂ¼n. Um zu entfalten. Die Kraft der Natur. In sich. Im Sein. So wunderbar. Ganz. FĂ¼r sich.
Wahrnehmung des Kerns
Mit der Serie Jungle of Art I richtet Ann Agarwal den Blick nach innen – auf das, was im Kern bereits angelegt ist, noch bevor es in Erscheinung tritt. Ausgangspunkt ist die Verbindung zur Natur als Resonanzraum.
Blätter, Fasern und FundstĂ¼cke tragen gewachsene Strukturen in sich – Linien, die nicht konstruiert sind, sondern entstanden. Sie folgen keiner äuĂŸeren Ordnung, sondern entwickeln sich aus sich heraus: verzweigt, verdichtet, in Bewegung. Diese Strukturen treffen auf einen kĂ¼nstlerischen Prozess, der nicht ordnet, sondern bĂ¼ndelt.
Schicht fĂ¼r Schicht entstehen Bildräume, in denen sich Wahrnehmung verdichtet. Fokus und Schweifen, Klarheit und Unschärfe wirken nicht gegeneinander, sondern treten in Beziehung. So wird sichtbar, was im Unsichtbaren angelegt ist: ein innerer Zusammenhang, der sich nicht erzwingen lässt, sondern zeigt, wenn Elemente in Verbindung treten.
Die Arbeiten dieser Serie setzen dort an, wo der Kern erfahrbar wird –
als Grundlage fĂ¼r alles, was daraus entstehen kann.
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